00:00 00:00

Interview mit Mathilde Näf

Stell dich bitte vor – wer bist du und was sollte man über dich wissen?
Im April 1958 erblickte ich als zweitälteste Tochter in eine gelebte, sehr gläubige Familie die Welt. Verbrachte mit meinen Geschwistern eine schöne und glückliche Jungendzeit. Im Herbst 1978 schloss ich die Arztgehilfinnenschule FMH in Basel ab. Weiterbildung zum Lehrmeister. War verantwortlich für die Lehrtöchter und die Angestellten. Nach über 34 Jahre auf dem Beruf, wechselte ich in die Psychiatrie, Bereich Wohnheim, auf die WG`s mit geistig und körperlich mehrfache Behinderung, geschlossene Abteilung. Ende April 2023 wurde ich pensioniert. Hobbies: Lektorin + Kommunionhelferin; Sakristanin mit Diplomabschluss; Liturgiegruppe FM, Querflöten spielen. Lesen, Garten und alles was mir Freude bereitet.

Wie wichtig ist der Glaube für dich?
Sehr wichtig. Der Glaube steht bei mir an erster Stelle. In meinem Leben durfte ich mehrere harte und schwere Schicksalsschläge erleben, die meine Träume, meine Ziele heftig im Wirbelwind durch einander wirbelten; und ich mein Leben, wie der Frühling, wieder neu zu spriessen begann. Wie schneller ich zum Schicksal das JA sprechen konnte, desto tiefer wurde mein Glaube, und es wuchs auch eine Sehnsucht nach mehr Wissen, das man als Hunger und Durst bezeichnen kann.

Wie lebst du ihn im Alltag? 
Spätestens um 06.00h beginn mit dem Rosenkranz auf RM. Eine Eucharistiefeier im Laufe des Tages, meistens auf RM, weil wir sehr wenig Hl. Messfeier haben. Bei mir zu Hause läuft das RM. Ich lebe den Glauben mit/durch unsere Himmelsmutter Maria und Jesus. Auch durch die Vertiefung der Vorträge in verschiedenen Themen, z.B. Glauben, Kathechese und Liturgie………… Bei jeder Gelegenheit, die sich mir bietet, suche ich die Kirche oder eine Kapelle auf, für das innige Gebet mit dem Herrn (Tabernakel). Welches war das schönste Erlebnis in diesem Zusammenhang, dass du je erlebst hast? Durch die verschiedenen Schicksalsschläge und je tiefer mein Glaube gewachsen war, desto intensiver waren die Erlebnisse. Eines, das mich bis heute noch zum Staunen bringt und mich tief beeindruckt, war: ich pflegte neben der Arbeit meine Mutter zu Hause. Mamas Wunsch war, dass sie zu Hause sterben dürfe. Soweit es in meiner Macht lag, natürlich mit Hilfe von Jesus und Maria, versuchte ich Mama diesen Wunsch zu erfüllen. Wenige Tage vor ihrem Heimgang, kam ich vom Frühdienst nach Hause, (da spürte ich schon, dass irgendetwas los gewesen war; während meiner Arbeitszeit war ich auf fremde Hilfe angewiesen), lag Mama ganz verkrampft, angespannt und ein paar graue Haare standen in die Höhe in ihrem Bett; ich legte mich quer über das Bett wo ich schlief und wartete. Es war eine Zeitlang ganz still im Zimmer. Plötzlich für mich unerwartet fragte Mama mich mit ganz ernster und berückter Stimme: «willst du mich auch hinauswerfen?» Ich schluckte leer, nach einer Weile schaute ich Mama an, drehte den Kopf zum Kreuz empor, wo Jesus vom Kreuz her auf uns herabschaute und sagte: «Nein, DU bleibst hier. Jesus hat dies geschickt, ER wird uns auch helfen». (ich persönlich hatte keine Ahnung wie es weiter gehen sollte, ich glaubte einfach auf die Hilfe unseren Herrn. Von allen Seiten, war ich mit Fristen, unter starken Druck gesetzt worden.) Nach diesen Worten sank meine Mama in ihr Bett zurück, der ganze Körper entspannte sich, hatte ein sanftes Lächeln um ihren Mund, und das ganze Gesicht strahlte. Ich spürte, dass der HERR JESUS mir half und zur Seite stand. Du hast dich entschlossen, uns als ehrenamtliche Mitarbeiterin im Hörerservice zu unterstützen.

Wie kam es dazu?
Mitte März 2023 kurz vor meiner Pensionierung, trug sich auf einer WG ein Ereignis zu, das drohte, heftig zu eskalieren. Diese Eskalationen waren seit mehreren Tagen an Tagesordnung. Bis jetzt konnte ich mit dem Rosenkranzgebet alles wieder ins Lot bringen. Diesmal gelang es mir nicht. Ich spürte auch, dass ich so nicht weiterkam. Ich versprach der Muttergottes, dass ich als Ehrenamtliche zu RM arbeiten gehe, wenn mir die Muttergottes jetzt hilft, und die restlichen Dienste bis zu meiner Pensionierung. Die Muttergottes hat mir geholfen. Also meldete ich mich bei RM um mein Versprechen einzulösen.

Was motiviert dich, diese freiwillige Arbeit für die Radio-Maria-Familie zu tun? 
Mit der Muttergottes die frohe Botschaft in die Welt hinauszutragen. Es macht mir grosse Freude für die Mutter Gottes, ein Werkzeug in ihrem Auftrag zu sein. Die Muttergottes hat mir in meinem Leben so oft geholfen, dass ich der Muttergottes und Jesus, ihrem Sohn, nur einen Bruchteil von dem zurückgeben

kann, was sie (Muttergottes und Jesus) für mich getan haben. Es ist schön für die Mutter Gottes zu arbeiten. Welche Arbeiten macht man im Hörerservice? Der Hörerservice ist vielseitig. Es werden Telefonate entgegengenommen: mit Anliegen für in das Fürbittbuch, CD Bestellung entgegen nehmen, diverse Auskunft erteilen; zuhören, wenn die Menschen ihr Leid/Sorge erzählen; und sonstige Bestellungen, was sich die Hörer und Hörerinnen wünschen. Die CD Bestellung in Auftrag geben zum Brennen, mit Begleitbrief die CD versenden. Rechnung schreiben für: Novenenkerzen, Bücher, Gebetsbüchlein, Rosenkränze, Radio Maria DAB+. Dann die bestellte Ware einpacken, und zur Post bringen. Briefpost erledigen. E-Mail beantworten. Mutationen in der
Datenbank. Administrative Arbeiten je nach Monat.

Artikel teilen:

Weitere Beiträge

Scroll to Top

Kontakt ins Studio

+41 79 649 99 44

In der Signal-App öffnen

+41 79 649 99 44

In der Whatsapp-App öffnen

+41 43 501 22 22

Telefon ins Studio

Aussenübertrager/in

Dein Kanton

ca. 4h im Monat

Sie möchten den Hörern von Radio Maria ermöglichen, dass sie die heiligen Messen aus Ihrer Region hören können?

Dann freuen wir uns über Ihre Bewerbung. Nach einer technischen Einführung in die Technik des mobilen Sendestudios können
Sie diese wertvolle Aufgabe übernehmen und unser Team an Aussenübertragern ergänzen.

Jetzt bewerben

Diesen Podcast Teilen:

Facebook